Was passiert wenn der Flug ausfällt?

 

Dies ist wohl der Horror jedes Fluggastes. Man steht vor den Abflugsbildschirmen und da steht ein „gecancelt“. Was passiert nun? Wann geht es weiter? Muss ich am Flughafen schlafen?
Wie Sie vielleicht an meiner Startseite schon gesehen haben, war ich in Island. Tatsächlich sah ich Polarlichter. Doch auf der Reise ging nicht alles glatt. Vermutlich ahnen Sie es schon. Ja, mein Flug ist ausgefallen. In diesem Beitrag erzähle ich Ihnen also nicht etwas Nachgeschlagenes sondern direkt wie ich das erlebt habe.

Es war Sonntag. Es sollte der Tag des Fluges sein. Dabei lief alles normal. Ich hatte mein Ticket schon und ging durch die Sicherheitskontrolle. Wie immer hoffte ich, dass ich nicht ausversehen was Falsches eingepackt habe. Dabei musste ich an meinen Bruder denken, dem mal ein Vierkantschlüssel abgenommen wurde. Hat aber alles geklappt.

Jetzt war es Zeit auf die Bildschirme zu starren und zu warten bis das Gate angezeigt wird. Dies kam dann auch bald.

Es war nun Zeit fürs Boarding. Dann der erste Aufruf. „Sehr geehrte Damen und Herren: Aufgrund der aktuellen Wetterlage wird dieser Flug verspätet.“ In einer Stunde so hiess es, sollen wir weitere Informationen erhalten.

Die Stunde verstrich relativ schnell. Dabei lernte ich jemanden kennen, der in Island umsteigt um nach Amerika zu gehen. Für Ihn war es schon klar. Er würde sein Flug auf jeden Fall verpassen. Der arme.

Nun kam die zweite Ansage. Und dann kam der Satz. „Wir müssen Ihnen leider mitteilen, dass Ihr Flug nicht stattfinden wird. Wir werden es Morgen um die gleiche Zeit nochmals versuchen.“

Es war eine Stille. Manche lachten, doch die meisten sassen da und konnten nicht glauben was da gerade passiert.

Es sollte also erst Morgen weitergehen? Was mache ich nun.

Kurz später kam eine Durchsage, dass das Gepäck abgeholt werden soll. Also ging ich zum Gepäckband und wartete. Ich hatte keine Ahnung und keine Information, wie es nun weitergehen soll.

Nach ein wenig warten kamen dann erste Gepäckstücke auf das Band. Doch nach ca. 20 Stück kam nichts mehr. Und da passierte erstmal auch nichts.

Nach dem warten passierte etwas, was ich selbst heute noch nicht glauben kann. Auch etwas, was vermutlich so gar nicht passieren sollte.

Es ging ein grosses Rolltor auf und Mitarbeiter des Flughafens zogen die nassen Gepäckwagen in das Gepäckterminal. Das waren ungefähr sechs Wagen. Danach waren die Mitarbeiter weg und es hiess; „Wer sucht der findet“. Mein Reiserucksack lag glücklicherweise relativ weit oben. Doch andere mussten den Halben Wagen leer räumen um an Ihr Gepäck zu kommen.

Ca. ¾ des Gepäckes wurde dabei gar nicht abgeholt. Vermutlich haben es viele nicht mitbekommen, dass das Gepäck abgeholt werden muss.

Glücklicherweise kam während des Gepäckwahnsins ein Mitarbeiter des Flughafens. Endlich bekam ich Infos wie es weitergehen soll. Dabei konnte ich zwischen zwei Optionen wählen. Entweder kann ich auf Kosten der Airline nach Hause reisen oder in einem Hotel übernachten.

Ich entschied mich für das Hotel. Es war mittlerweile schon spät und da hätte bei der Ankunft schon bald wieder gehen müssen.

Es wurde nach weiterer Wartezeit ein Transfair organisiert, der uns zu einem richtig edlen Hotel brachte. Gleichzeitig bekamen wir noch Essensgutscheine für das Hotel und den Flughafen.

Kurz mal nebenbei: Wer jetzt denkt „Woow ist das lieb!“, ja Sie haben recht. Die Airline hat dies gemacht auch wenn diese keine Schuld am Sturm hatte. Dennoch ist zu beachten, dass die Airline ein Hotel mit Transfair oder eine Heimreisen stellen muss. Dies ist im Fluggastrecht enthalten.
Dieses führe ich aber hier nicht komplett auf. Dafür kenn ich mich dann zu wenig aus.

Am nächsten Morgen kam dann pünktlich der Transfair zum Flughafen. Dort ging das Ganze dann wieder von vorne los. Auch wusste ich mittlerweile, dass alle von der Reisegruppe nicht fliegen konnten. So verpasste ich also zwar den Tag, aber nicht die komplette Reise.

Am Gate waren alle ein wenig nervös. Fliegen wir heute? Was wenn nicht?
Doch alles ging gut und wir konnten mit einem relativ ruhigen Flug Island erreichen.

Persönlich wäre ich gerne am Gate besser informiert worden, was nun passiert. Da so viele ihr Gepäck nicht abgeholt haben, war das für einige unklar. Das Warten war lange, doch es ist verständlich. Man muss ja den Transfair und das Hotel erstmal organisieren.

Trotz allem ist es natürlich blöd, wenn der Flug ausfällt. Man verliert schliesslich einen ganzen Tag.
Übrigens: Als ich dann mit der Reiseleiterin sprach, bekam ich die Info, dass ein Sturm sein Unwesen trieb. Es sollte schon Jahre her sein, dass so ein starker Sturm über Island hinweg zog.

Nachträglich bin ich froh um den Sturm. Denn war ein Sturm soll man viel besser Polarlichter sehen. Und da dich auch rote gesehen habe, glaube ich fest, dass dies stimmt.

 

-psp

 

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